Visual Headlines
Life in photographs©
deutsche photo presse
Roadtrip Nordkap
•
Dokumentation
•
Reportage
•
Archive
•
DeutschEnglish
2026
Germany
Europe
Third Countries
© dpp Fotodokumentation around the world
Socio critcal issues
Legal Affairs
Crisis + Conflicts
Culture. Art + History
Travel Press
Portraits & People Stories
Business. Events. Exhibitions
Imprint Contact
Documentation Reportage Photography
Individual Images + Photo Galleries
Press Media Illustration Photography
Request: buero@dp-presse.de
closed archival source
Copyright. All rights reserved
Editorial
Press
Media
Content
Wie ist das eigentlich so als Photo-Journalist?
Man steht morgens auf, macht sich einen
Kaffee und schaut sich an, was gerade so auf
der Welt passiert?
Und wenn man den Job lange genug gemacht
hat, fragt man sich irgendwann, was das einen
alles eigentlich noch angeht?
Warum hört man nach 40 Jahren nicht
einfach auf und läßt es gut sein? Man hat
viel erlebt, viel gesehen und letztendlich
hat man es sogar überlebt. Depends on…
In meinem Fall ist die Frage relativ leicht
zu beantworten. Dieser Job ist der einzige
Job, den ich machen kann, ohne mit jemanden
reden zu müssen; außer mit mir selbst.
Mit einer Kamera in der Hand werde
ich zum Beobachter und zum Frage-
steller. Es geht um Wahrnehmung.
Ansonsten schreibe ich.
Mein „Ich“ ist inhaltlich auf das wesent-
liche reduziert, meine Gedanken auf das
notwendige fokussiert und
mein Leben ist intensiv.
Bedeutet: Maximale
Freiheit.
Mehr geht nicht.
Wenn ich mir ein noch einmal
ein Leben aussuchen dürfte,
wäre es das hier.
Ich habe es erst kürzlich auf einem
Roadtrip ans Nordkap entdeckt.
Ein bischen jagen, fischen, über dem
offenen Feuer kochen, schreiben
denken und ab und zu mal nach Stockholm
für einen Jazzclubabend und etwas
kukturelles Leben.
Bilder versendet man heute über Clouds.
Ansonsten hätte man sehr viel Zeit,
um sich den Wahnsinn auf dieser Welt
mit ausreichender Distantz anzusehen.
Da gibt es noch viel zu entdecken, was
Sinn ergibt.
Reduced…and focussed…and…intensive.
Eine Hütte ist eine verdammte Hütte.
Nur, wo steht die Hütte, wer lebt darin
und unter welchen Umständen?
Wie gefährlich ist der Ort. Könnte ich dort
sein? Welche Geschichte ist mit diesem
Ort verbunden und welche Ereignisse?
Aus einer Wellblechütte im tropischen
Regenwald wird plötzlich eine Drogen-
küche oder das Lager von Wilderern.
Vielleicht ist es aber auch nur ganz harmlos
das zuhause von Salzwasser-Krodilen, die das
Nachbardorf dezimieren. Wer weiß das?
Was sich für den einen wie eine
Märchenstunde anfühlt, ist für jemand
anderen Alltag.
Und weil alles irgdnwie zusammenhängt,
(Ursache und Wirkung) gibt es hier auch
kein Inhaltsverzeichnis. Nur Headlines.
Dokumentation und Repor-
tage ist ein Langzeitprojekt.
Man muß es erst einmal
selbst verstehen.
Das bedeutet Augwand.