Visual Headlines
Life in photographs©
deutsche photo presse
Archive: Visual Story Illustration
All rights reserved.
Socio critcal issues
Legal Affairs
History
Crisis + Conflicts
Culture. Art + Entertainment
Travel Press Hotel F&B
Portraits & People Stories
Business. Events. Exhibitions
Imprint Contact
•
Portraits
•
Documentation
•
Reportage
•
Archive
•
Deutsch/English
2026
Inland
Ausland/Abroad
Editorial
Press
Media
Content
closed archival source/direct sale
Copyright. All rights reserved
Press Media Illustration Photography
Request: buero@dp-presse.de
Visual Headline: Verlieren wir unsere
Wenn Sie an einem Thema interessiert sind, übersenden wir gerne mehr Informamtionen
per Themenlink. dpp Fotografie basiert auf journalistischen Standards und ist nicht
KI-optimiert. buero@dp-presse.de
If you are interested in the topic, we send you further information.
dpp Photography is based on journalistic standards and is not KI/AI-optimized.
2026
Fotostrecke und Beitrag stehen ab sofort für
Redaktionen und Journalisten zur Verfügung.
DNA?
Documentation Reportage Photography
Individual Images + Photo Galleries
Journal
© All rights reserved
Deutschland und die Deutschen
Verlieren wir unsere DNA?
Folgt man den aktuellen Diskussionen,
scheint das größte Defizit nicht mehr zu
wissen, wie dieser Staat funktioniert.
Weder weiß man etwas über die Gewalten-
teilung, noch über die Basics juristischer
Verwaltungsakte, geschweige denn, wer hier
für was Verantwortung trägt.
Historische Begrifflichkeiten werden verfälscht
und in einer Weise dargestellt, die mit der
Realität und Wahrheit nichts mehr zu tun haben.
Vor allem aber glauben Deutsche immer noch
mit pauschaler und absoluter Sicherheit, auf
alles eine Antwort zu haben. Nach wie vor
sind sie missionarisch unterwegs, um andere
zu belehren. Dabei bekommen wir es ja nicht
einmal hin, uns selbst und gegenseitig aufzu-
klären.
Dazu fehlt uns Deutschen eine entscheidende
Fähigkeit. Wir können und wir wollen nicht
zuhören. Wir unterbrechen lieber, schreien
dazwischen und glauben, je lauter umso wahrer.
Wir sind mittlerweile vollkommen lernresistent
und bereit alles gadenlos runter zu machen, was
nicht Gegenstand der eigenen Meinung ist.
Vor allem aber ist es unsere Geschichtsvergessen-
heit die mir Sorgen macht. Denn wenn wir darüber
sprechen, reden wir vornehmlich über das Dritte
Reich.
Dabei sollten wir uns erinnern, wie alles mal ange-
fangen hat. Ein bischen mehr Demut und Bescheiden-
heit stünde uns schon deshalb gut zu Gesichte,
weil wir nicht alleine auf diesem Planeten leben
und andere immer noch darüber nachdenken und sich
erinnern, was wir ihnen mal angetan haben. So
zum Beispiel auch Russland.
Ich bezeichne es schon als grenzenlose
Arroganz, mal so völlständig zu unterschlagen,
dass wir Deutschen nicht nur den Zweiten, sondern
auch den 1. Weltkrieg angefangen haben und wir für
roud about 100 Mio. Tote verantwortlich sind. Die
aktuellen Themen sind komplex. Dafür reicht
pseudo-intellektuelles Wissen nicht aus, oder nur
eine schwache Ahnung.
So manch innere Bewusstsein glaubt, dass es
Deutschland als Staat mit seiner Ewigkeitsklausel
von 1.000 Jahren schon immer gegeben hat. Das
ist mutmaßlich falsch.
Unsere Staatsgründung rührt aus dem Jahre
1871 und hat nicht einmal auf Deutschem, sondern
auf französichem Boden stattegfunden. Kaiser
Wilhelm I. steht noch heute als überdimensionales
Denkmal in Porta Westfalica bei Minden. Ich sehe
ihn bei jedem Bilck aus dem Fenster meines
Schreibtisches.
Das Geschäftsmodell unseres Landes ist damals
der Kolonialismus und Menschenhandel. Nach dem
verlorenen 1. Weltkrieg unter Kaiser Wilhelm II
gibt es die Chance auf eine Demokratie.
Man unternimmt alles, damit die Weimarer
Republik scheitert. Was folgt, ist der Alptraum
eines „Weltenbrandes“..
Die Alliierten befreien Deutschland vom National-
sozialismus und beenden den Krieg in Europa.
Im Pazifik bedarf es dafür 2 Atombomben durch die
USA; einhergehend mit unvorstellbaren Grauen.
Am 23. Mai 1949 verabschieden wir das Deutsche
Grundgesetz und sind von jetzt in der Bundes-
republik Deutschland zu Hause.
Berlin gilt als verbrannt. Zwei Kriege finden hier
ihre Anfänge. 1949 beginnt die Ära der Bonner
Republik. Geht mit 1990 der Wahnsinn in Berlin
wieder los?
Erst einmal erfindet sich Deutschland sich neu.
Neue Regeln, neue Prinzipien. Nach nur wenigen
Jahren sind wir wieder geachtet und respektiert.
Wir sind zuverlässige Partner und „Made in Germany“
wird zum Ritterschlag.
Einzig „die Mauer“ belastet unsere Situation als
politisches und militärisches Erbe nach dem
Krieg. Uns geht es gut, aber…
Rückblick und Erinnerung. Wir, die Deutschen habe
länger unter diktatorischen Verhältnissen gelebt,
als unter demokratischen. Nur mal so. Und wir haben
von Zeitzeugen gelernt, sehr sensibel zu unterscheiden.
Wenn damals KZ, Gestapo, Vergasung, Hinrichtung,
Verfolgung, Massenerschießung, Holocaust,
Vernichtung, Ausrottung etc. zum täglichen Sprach-
gebrauch gehörten, so verorten wir das heute in
den historischen Kontext. Mit fatalen Folgen. Wir
haben schändlich vergessen, was diese Begriffe
bedeuten oder mal bedeutet haben. Und viele wissen
es gar nicht. Nie gehört… Ausschwitz wird verhöhnt…
… verharmlost und relativiert. Man nutzt diese Begriffe,
um andere „mal so eben“ zu diskreditieren. Einfach so.
Wegen einer Formulierung oder anderen Meinung.
Als die Bundesrepublik gegründet wurde, saßen
Leute am Tisch, die die NS -Zeit und den
Horror erlebt haben. Und sie haben ihn überlebt.
Mit den Nürnberger Prozessen von 1945-1949 kam
es noch einmal zu einer umfangreichen Aufarbeitung.
Danach hieß es: Nie wieder.
Und damit dieses „Nie wieder“ auch tatsächlich
eine Chance bekam, hat man aus den Fehlern der
Weimarer Republik gelernt und Signale identifiziert,
die eine neuerliche Fehlentwicklung sofort erkennen
lassen sollen. So kultivieren wir unsere neue
Deutsche DNA.
Deshalb kommen den Begriffen „Verfassungswidrig-
keit und Verfassungsfeindlichkeit“ eine besondere
Bedeutung zu. (Wer einen verfassungswidrigen Haus-
halt präsentiert, ist noch nicht gleich verfassungs-
feindlich.)
Auch die Wirkung von Propaganda wird darauf
hin untersucht und wie sich Kommunikation mani-
pulativ äußert.
Man ekennt den Unterschied zwischen den
verschiedenen Formen der „Behauptung“ und dessen,
was sachlich und faktisch wahr ist.
Ich definiere das heute in der Weise: Alles was
nicht beweisbar ist, bleibt Meiniung, Glaube und
Ideologie. Deshalb irrelevant.
Was aber haben wir bis 2015 aus der Vergangenheit
gelernt? Im Vergleich zum Rest der Welt sprechen
wir über 193 Staaten, wobei 91 Autoktratien und nicht
zuletzt auch über die Qualität und Stabilität von
Demokratien, die unterschiedlich zu bewerten sind.
Ausgerechnet die größte Demokratie auf Erden, die
USA, entpuppt sich hier als die schwächste überhaupt.
Ein US Präsident redet, handelt und agiert wie ein
lupenreiner Faschist, baut´demokratische Institutionen
ab und stellt sich gegen jede Rechtstaatlichkeit.
Er lügt, betrügt und zeigt sich von einer derart
korrupten Seite, die in China seit den Antikurruptions-
gesetzen das physische Ende bedeuten würde.
Nichts hält ihn auf. Es gibt kein Rechtsinstrument.
Und obwohl wir im Westen alles ablehnen, müßten,
was diese US Administration repräsentiert, wird auch
Deutschand nicht müde, diesen Mann zu hoffieren.
Will sagen, eine Demokratie ist kein Freibrief.
Und gelernt haben wir Deutschen, dass unser Grund-
gesetz Teil unserer Werte und Identität ist und im
Vergleich das Beste, was man als DNA bekommen kann.
Das hat auch etwas damit zu tun, wie unsere bis-
herigen Budeskanzler bis 2015 Politik gemacht haben.
Würde ich heute einen „Oscar“ für den besten Bundes-
kanzler seit 1949 verleihen können, würde ich diesen
Oskar vorbehaltslos Helmut Schmidt überreichen.
Oscar für Wissen und Weitsicht
Oscar für Sachlichkeit und Vernunft
Oscar für Mut und Standhaftigkeit
Oscar für Menschlichkeit
Oscar für seine Weisheit
Oscar für seine unbestreitbare Erkenntnis, wer
hier für wen eigentlich da ist und wer wem dient.
Diese Prinzipien hat Frau Merkel 2015 aufgegeben.
Und selbst wenn sie sich durch humanistische
Gründe legitimiert sieht, hat sie sich faktisch über das
demokratische Prinzip der Mehrheitsent-
scheidung hinweg gesetzt.
Seit 2015 werden die Deutschen nicht mehr gefragt.
Und wenn, ist es scheinbar egal geworden, was
dabei herauskommt.
Sich gegen diese Entscheidung auszusprechen,
wäre nur das Ergebnis einer einfachen mathe-
matischen Rechnung gewesen. Völlig frei von
Politik und Ideologie.
Wer Millionen von Menschen ins Land holt,
braucht freien Wohnraum, mehr Energie, Jobs,
ärztliche Versorgung und Kindergärten, soziale
Betreuung, Integration und vor allem Kompetenz
und Erfahrung im Umgang mit dieser Aufgabe..
Haben wir nie gehabt. Stattdessen stehen wir
einer Kultur gegenüber, die unsere Sprache nicht
spricht, vollständig anders sozialisiert ist und keine
Schul- bzw. Berufsausbildung vorweist.
Man verhält sich erwartungsgemäß und nimmt
was man bekommt. Vielleicht auch ein bischen
mehr. Wer weiß, wie lange man es bekommt?
Kann man ja machen, solange die kritische Masse
nicht überschritten wird. Als Physikerin muß
Frau Merkel wissen, was passiert, wenn die
kritische Masse überschritten wird. Es kommt
zu einer „nuklearen Kettenreaktion“.
Mit dem „Wir schaffen das“ ist das so eine Sache.
Wer übernimmt die Verantwortung, wenn nicht wir?
Politiker ziehen sich zurück und reichen die
Rechnung einfach weiter. Ohne Konsequenzen..
Was folgt ist das totale Staatsversagen der
Folgeregierungen. Kein Plan, kein Konzept.
und keine Vision. Man regiert von Freitag bis
Montag.“ Was in der Woche passiert, „müssen
wir uns dann anschauen.“ So Bärbel Baas.
Als ich 2014 nach Shanghai gehe, habe
ich von einer AFD schon mal gehört, weiß aber
trotzdem nicht viel. Dafür kenne ich mich aus in der
Geschichte der Linken, den Günen, der APO und
RAF. Alles life und in Farbe erlebt. Heißer Herbst.
Man sieht sich legitimiert zu morden, Terror zu
verbreiten und vor allem fordert man pauschal,
kompromisslos und mit unantastbarer Absolutheit
den Anspruch auf die alleinige Wahrheit.
Hier beweisen Helmut Schmidt und H.D. Genscher
einmal mehr ihre besonderen Fähigkeiten und
warum sie in dieses Amt gehören.
Ich bin 2023 gerade mal 14 Tage nach 10 Jahren
zurück aus Shanghai in Köln. Während dieser
Zeit hatte ich keinen Kontakt nach Deutschland.
Ich habe von der Entwicklung nichts mitbekommen.
In China sind westliche Social Media gesperrt,
Ich mache also meinen ersten Sparziergang durch
Köln und reibe mir die Augen. Man spricht arabisch.
Kinder laufen nicht mehr, sondern werden getragen
oder in Fahrzeugkonstruktionen transportiert, die
man Lastenfahrrad nennt. Und ich lerne, die Dinger
koste mehr als ein Gebrauchtwagen.
Ich frage jemand, der ein ähnliches E-Bike
fährt, wie ich in Shanghai. Ich frage, was es kostet?
Knapp 3.000 €. Ich habe dafür 250 € bezahlt. Wer
also Umwelt schützen will, macht Umweltschutz
teuer. So funktioniert Deutsche Logik.
Viel spannender aber ist, wie die Leute jetzt reden.
Komplett benebelt. Es klingt nach einem
grün-ideologischen Umerziehungsprozess.
Ich treffe Akademiker und frage mich, was die
„rauchen“? Fühlt sich nach Radikalisierung an,
kompromisslos und aggressiv. Eine normale
und belanglose Plauderei wird zum Grundsatz-
gespräch.
Alles ist nebulös, ideologisch und so gar nicht
mehr im Einklang mit Vernunft, Sachlichkeit und
Argumenten, wie ich es kenne.
Im Laufe der kommenden Wochen und Monate
lerne ich „Omas und Opas gegen rechts kennen“,
und die Gewalt auf unseren Straßen.
Noch glaube ich an unsere Demokratie, an
Pressefreiheit und ein Land, wie ich es 2014
verlassen habe. Aber bis 2026 wachsen meine
Zweifel docvh erheblich.