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Identität?
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Deutschland und die Deutschen Verlieren wir unsere Identität? Folgt man den aktuellen Diskussionen, scheint das größte Defizit nicht zu wissen, wie dieser Staat funktioniert. Weder weiß man etwas über die Gewalten- teilung, noch über die Basics juristischer Verwaltungsakte, geschweige denn, wer hier für was Verantwortung trägt. Historische Begrifflichkeiten werden verfälscht und in einer Weise dargestellt, die mit der Realität nichts mehr zu tun haben. Vor allem aber glauben Deutsche immer noch mit pauschaler und absoluter Sicherheit, auf alles eine Antwort zu haben. Nach wie vor sind wir missionarisch unterwegs, um andere zu belehren. Dabei bekommen wir es ja nicht einmal hin, uns selbst und gegenseitig aufzu- klären. Dazu fehlt uns Deutschen eine entscheidende Fähigkeit. Wir können und wir wollen nicht zuhören. Wir unterbrechen lieber, schreien dazwischen und glauben, je lauter umso wahrer. Wir sind mittlerweile vollkommen lernresistent und bereit alles gadenlos zu zerstören, was nicht Gegenstand der eigenen Meinung ist. Vor allem aber ist es unsere Geschichtsvergessen- heit die mir Sorgen macht. Denn wenn wir daüber sprechen, reden wir vornehmlich über das Dritte Reich. Dabei sollten wir uns erinnern, wie alles mal ange- fangen hat. Ein bischen mehr Demut und Bescheiden- heit stünde uns schon deshalb gut zu Gesichte, weil wir nicht alleine auf diesem Planeten leben und andere immernoch darüber nachdenken und sich erinnern, was wir ihnen mal angetan haben. So zum Beispiel auch Russland.
Ich bezeichne es schon als grenzenlose Arroganz mal so völlständig zu unterschlagen, dass wir Deutschen nicht nur den Ersten, sondern audh den 2. Weltkrieg angefangen haben und wir für roud about 100 Mio. Tote verantwortlich sind. Unser inneres Bewusstsein geht davon aus, dass es Deutschland als Staat mit einer Ewigkeitsklausel schon immer gegeben hat. Auch das ist falsch. Unsere Staatsgründung rührt aus dem Jahre 1871 und hat nicht einmal auf Deutschem, sondern auf französichem Boden stattegfunden. Kaiser Wilhelm I. steht noch heute als überdimensionales Denkmal in Porta Westfalica bei Minden. Ich sehe ihn bei jedem Bilck aus dem Fenster am Schreibtisch, Das Geschäftsmodell unseres Landes war damals der Kolonialismus und Menschenhandel. Nach dem verlorenen 1. Weltkrieg unter Kaiser Wilhelm II hatten wir die Chance auf eine Demokratie. Man hat alles unternommen, damit die Weimarer Republik scheitert. Was folgte, war der Alptraum unserer gesamten Menscheit. Die Alliierten befreien Deutschland vom National- sozialismus und beenden den Krieg in Europa. Im Pazifik bedarf es dafür 2 Atomraketen durch die USA; einhergegangen mit unvorstellbaren Grauen. Am 23. Mai 1949 verabschieden wir das Deutsche Grundgesetz und sind von jetzt an in der Bundes- republik Deutschland zu Hause. Berlin gilt als verbrannt. Zwei Kriege haben von hier begonnen. Es beginnt die Ära der Bonner Republik. Deutschland erfindet sich neu. Neue Regeln, neue Prinzipien. Nach nur wenigen Jahren sind wir wieder geachtet und respektiert. Wir sind zu- verlässige Partner und „Made in Germany“ wird zum Ritterschlag. Enzig „die Mauer“ belastet unsere Situation als politisches und militärisches Erbe nach dem Krieg. Uns geht es gut. Aber…
Wir, die Deutschen habe länger unter diktatorischen Verhältnissen gelebt, als unter demokratischen. Nur mal so. Und wir haben von Zeitzeugen gelernt, sehr sensibel zu unterscheiden. Wenn damals KZ, Gestapo, Vergasung, Hinrichtung, Verfolgung, Massenerschießung, Holocaust, Vernichtung, Ausrottung etc. zum täglichen Sprach- gebrauch gehörten, so verorten wir das heute in den historischen Kontext. Mit fatalen Folgen. Wir haben vergessen, was diese Begriffe bedeuten oder mal bedeutet haben. Stattedessen wird verharmlost und realativiert. Und man nutzt diese Begriffe, um andere „mal so eben“ zu diskreditieren. Einfach so. Als die Bundesrepublik gegründet wurde, saßen da Leute mit am Tisch, die die NS -Zeit und den Horror erlebt haben. Und sie haben ihn überlebt. Mit den Nürnberger Prozessen von 1945-1949 kam es noch einmal zu einer umfangreichen Aufarbeitung. Danach hieß es: Nie wieder. Und damit dieses „Nie wieder“ auch tatsächlich eine Chance bekam, hat man aus den Fehlern der Weimarer Republik gelernt und Signale identifiziert, die eine neuerliche Fehlentwicklung sofort erkennen lassen sollten. Deshalb bekommen die Begriffe „Verfassungswidrig- keit und Verfassungsfeindlichkeit“ eine besondere Bedeutung. Auch die Wirkung von Propaganda wird darauf hin untersucht und wie sich Kommunikation mani- pulativ äußert. (Kommunikationswissenschaften) Man ekennt den Unterschied zwischen den verschiedenen Formen der „Behauptung“ und was sachlich und faktisch real ist. Ich definiere das heute in der Weise: Alles was nicht beweisbar ist, bleibt Meiniung, Glaube und Ideologie. Deshalb irrelevant. Was aber haben wir bis 2015 gelernt? Im Vergleich zum Rest der Welt, wir sprechen über 193 Staaten, gibt es 91 Autoktratien, wobei auch die Qualität und Stabilität von Demokratienen unter- schiedlich zu bewerten ist. Ausgerechnet die größte Demokratie auf Erden, die USA, entpuppt sich als die schwächste überhaupt. Ein US Präsident redet, handelt und agriert wie ein lupenreiner Fachist, baut´demokratische Institutionen ab und lehnt Rechtstaatlichkeit ab. Er lügt, betrügt und zeigt sich von einer derart korrupten Seite, die in China seit den Antikurruptions- gesetzen das Ende bedeuten würde. Nichts hält ihn auf. Und obwohl wir im Westen alles ablehnen, was die US Administration repräsentiert, wird auch Deutschand nicht müde, diesem Mann zu hoffieren. Will sagen, eine Demokratie ist kein Freibrief. Und gelernt haben wir Deutschen, dass unser Grund- gesetz Teil unserer Werte und Identität ist und im Vergleich das Beste, was man bekommen kann. Das hat auch etwas damit zu tun, wie unsere bis- herigen Budeskanzler bis 2015 Politik gemacht haben. Würde ich heute einen „Oscar“ für den besten Bundes- kanzler seit 1949 verleihen können, würde ich diesen Oskar vorbehaltslos Helmut Schmidt überreichen. Oscar für Wissen und Weitsicht Oscar für Sachlichkeit und Vernunft Oscar für Mut und Standhaftigkeit Oscar für Menschlichkeit Oscar für seine Weisheit Oscar für seine unbestreitbare Erkenntnis, wer hier für wen eigentlich da ist und wer wem dient. Diese Prinzipien hat Frau Merkel 2015 aufgegeben. Und selbst wenn sie sich durch humanistische Gründe legitimiert sieht, hat sie sich faktisch über das demokratische Prinzip der Mehrheitsent- scheidungen hinweg gesetzt. Seit 2015 werden die Deutschen nicht mehr gefragt. Und wenn, ist es scheinbar egal geworden, was dabei herauskommt.
Sich gegen diese Entscheidung auszusprechen, wäre nur das Ergebnis einer einfachen mathe- matischen Formel gewesen. Wer Millionen von Menschen ins Land holt, braucht freien Wohnraum, mehr Energie, ärztliche Versorgung und Kindergärten, soziale Betreuung, Integration und vor allem Kompetenz und die Erfahrung im Umgang mit so etwas. Haben wir nie gehabt. Stattdessen sehen wir einer Kultur gegenüber, die unsere Sprache nicht spricht vollständig anders sozialisiert ist, und keine Schul- bzw. Berufsausbildung nachweist. Man verhält sich erwartungsgemäß und nimmt was man bekommt. Vielleicht auch ein bischen mehr. Wer weiß, wie lange man es bekommt? Kann man ja machen, solange die kritische Masse nicht überschritten wird. Als Physikerin hätte Frau Merkel wissen müssen, was passiert, wenn die kritische Masse invasiv überschritten wird. Es kommt zu einer nuklearen Kettenreaktion. Wäre ich zu diesem Zeitpunkt nicht schon in Shanghai gewesen, hätte ich es genauso an die Bundesregierung adressiert. Mit dem „Wir schaffen das“ ist das so eine Sache. Wer übernimmt die Verantwortung, wenn nicht? Politiker ziehen sich zurück und die Rechnung wird einfach weiter gereicht. Was folgt ist das totale Staatsversagen der Folgeregierungen. Kein Plan, kein Konzept. und keine Vision. Wir regieren von Freitag bis Montag. Was in der Woche passiert, „müssen  wir uns dann anschauen.“ Zitatende Bärbel Baas Als ich 2014 nach Shanghai gegangen bin, hatte ich von einer AFD zwar gehört, wußte aber nicht viel. Dafür kenne ich mich aus in der Geschichte der Linken, der Günen, der APO und RAF. Alles life und Farbe erlebt. Heißer Herbst. Man sieht sich legitimiert zu morden, Terror zu verbreiten und vor allem fordert man pauschal, kompromisslos und mit Absoludität den Anspruch auf die alleinige Wahrheit. Hier beweisen Helmut Schmidt und H.D.Genscher einmal mehr ihre besonderen  Fähigkeiten und warum sie in dieses Amt gehören. Ich bin 2023 gerade mal 14 Tage nach 12 Jahren zurück aus Shanghai in Köln. Während dieser Zeit hatte ich keinen Kontakt nach Deutschland. Ich habe von der Entwicklung nichts mitbekommen. In China sind westliche Social Media gesperrt, Ich maché also meinen ersten Sparziergang durch Köln und reibe mir die Augen. Man spricht arabisch. Kinder laufen nicht mehr, sondern werden getragen oder in Fahrzeugkonstruktionen transportiert, die man Lastenfahhrad nennt. Und ich lerne, die Dinger koste mehr als ein Gebrauchtwagen. Ich frage jemand, der ein ähnliches e-Bike fährt, wie ich in Shanghai. Ich frage, was es kostet? Knapp 3.000 €. Ich habe dafür 250 € bezahlt. Viel spannender aber ist, wie die Leute reden. Komplett benebelt, vernebelt. Es klingt nach einem grün-ideologischen Umerziehungsprozess. Ich treffe Akademiker und frage mich, was die „rauchen“? Fühlt sich nach Radikalisierung an, kompromisslos und aggressiv. Eine normale und belanglose Plauderei wird zum Grundsatz- gespräch. Alles ist nebulös, ideologisch und so gar nicht im Einklang mit Vernunft, Sachlichkeit und Argumenten, wie ich es kenne. Im Laufe der kommenden Wochen und Monate lerne ich „Omas und Opas gegen rechts kennen“, und die Gewalt auf unseren Straßen. Noch glaube ich an unsere Demokratie, an Pressefreiheit und ein Land, wie  ich es 2014 verlassen habe. Aber das wird sich bis 2026 geändert haben. 2024 jedenfalls noch unvorstell- bar.