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2026
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Identität?
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Deutschland und die Deutschen
Verlieren wir unsere Identität?
Folgt man den aktuellen Diskussionen,
scheint das größte Defizit nicht zu
wissen, wie dieser Staat funktioniert.
Weder weiß man etwas über die Gewalten-
teilung, noch über die Basics juristischer
Verwaltungsakte, geschweige denn, wer hier
für was Verantwortung trägt.
Historische Begrifflichkeiten werden verfälscht
und in einer Weise dargestellt, die mit der
Realität nichts mehr zu tun haben.
Vor allem aber glauben Deutsche immer noch
mit pauschaler und absoluter Sicherheit, auf
alles eine Antwort zu haben. Nach wie vor
sind wir missionarisch unterwegs, um andere
zu belehren. Dabei bekommen wir es ja nicht
einmal hin, uns selbst und gegenseitig aufzu-
klären.
Dazu fehlt uns Deutschen eine entscheidende
Fähigkeit. Wir können und wir wollen nicht
zuhören. Wir unterbrechen lieber, schreien
dazwischen und glauben, je lauter umso wahrer.
Wir sind mittlerweile vollkommen lernresistent
und bereit alles gadenlos zu zerstören, was
nicht Gegenstand der eigenen Meinung ist.
Vor allem aber ist es unsere Geschichtsvergessen-
heit die mir Sorgen macht. Denn wenn wir daüber
sprechen, reden wir vornehmlich über das Dritte
Reich.
Dabei sollten wir uns erinnern, wie alles mal ange-
fangen hat. Ein bischen mehr Demut und Bescheiden-
heit stünde uns schon deshalb gut zu Gesichte,
weil wir nicht alleine auf diesem Planeten leben
und andere immernoch darüber nachdenken und sich
erinnern, was wir ihnen mal angetan haben. So
zum Beispiel auch Russland.
Ich bezeichne es schon als grenzenlose
Arroganz mal so völlständig zu unterschlagen,
dass wir Deutschen nicht nur den Ersten, sondern
audh den 2. Weltkrieg angefangen haben und
wir für roud about 100 Mio. Tote verantwortlich
sind.
Unser inneres Bewusstsein geht davon aus, dass
es Deutschland als Staat mit einer Ewigkeitsklausel
schon immer gegeben hat. Auch das ist falsch.
Unsere Staatsgründung rührt aus dem Jahre
1871 und hat nicht einmal auf Deutschem, sondern
auf französichem Boden stattegfunden. Kaiser
Wilhelm I. steht noch heute als überdimensionales
Denkmal in Porta Westfalica bei Minden. Ich sehe
ihn bei jedem Bilck aus dem Fenster am Schreibtisch,
Das Geschäftsmodell unseres Landes war damals
der Kolonialismus und Menschenhandel. Nach dem
verlorenen 1. Weltkrieg unter Kaiser Wilhelm II
hatten wir die Chance auf eine Demokratie.
Man hat alles unternommen, damit die Weimarer
Republik scheitert. Was folgte, war der Alptraum
unserer gesamten Menscheit.
Die Alliierten befreien Deutschland vom National-
sozialismus und beenden den Krieg in Europa.
Im Pazifik bedarf es dafür 2 Atomraketen durch die
USA; einhergegangen mit unvorstellbaren Grauen.
Am 23. Mai 1949 verabschieden wir das Deutsche
Grundgesetz und sind von jetzt an in der Bundes-
republik Deutschland zu Hause.
Berlin gilt als verbrannt. Zwei Kriege haben
von hier begonnen. Es beginnt die Ära der Bonner
Republik.
Deutschland erfindet sich neu. Neue Regeln, neue
Prinzipien. Nach nur wenigen Jahren sind wir
wieder geachtet und respektiert. Wir sind zu-
verlässige Partner und „Made in Germany“
wird zum Ritterschlag.
Enzig „die Mauer“ belastet unsere Situation als
politisches und militärisches Erbe nach dem
Krieg. Uns geht es gut. Aber…
Wir, die Deutschen habe länger unter diktatorischen
Verhältnissen gelebt, als unter demokratischen.
Nur mal so. Und wir haben von Zeitzeugen gelernt,
sehr sensibel zu unterscheiden.
Wenn damals KZ, Gestapo, Vergasung, Hinrichtung,
Verfolgung, Massenerschießung, Holocaust,
Vernichtung, Ausrottung etc. zum täglichen Sprach-
gebrauch gehörten, so verorten wir das heute
in den historischen Kontext. Mit fatalen Folgen. Wir
haben vergessen, was diese Begriffe bedeuten oder
mal bedeutet haben.
Stattedessen wird verharmlost und realativiert.
Und man nutzt diese Begriffe, um andere „mal
so eben“ zu diskreditieren. Einfach so.
Als die Bundesrepublik gegründet wurde, saßen
da Leute mit am Tisch, die die NS -Zeit und den
Horror erlebt haben. Und sie haben ihn überlebt.
Mit den Nürnberger Prozessen von 1945-1949 kam
es noch einmal zu einer umfangreichen Aufarbeitung.
Danach hieß es: Nie wieder.
Und damit dieses „Nie wieder“ auch tatsächlich
eine Chance bekam, hat man aus den Fehlern der
Weimarer Republik gelernt und Signale identifiziert,
die eine neuerliche Fehlentwicklung sofort erkennen
lassen sollten.
Deshalb bekommen die Begriffe „Verfassungswidrig-
keit und Verfassungsfeindlichkeit“ eine besondere
Bedeutung.
Auch die Wirkung von Propaganda wird darauf
hin untersucht und wie sich Kommunikation mani-
pulativ äußert. (Kommunikationswissenschaften)
Man ekennt den Unterschied zwischen den
verschiedenen Formen der „Behauptung“ und was
sachlich und faktisch real ist.
Ich definiere das heute in der Weise: Alles was
nicht beweisbar ist, bleibt Meiniung, Glaube und
Ideologie. Deshalb irrelevant.
Was aber haben wir bis 2015 gelernt?
Im Vergleich zum Rest der Welt, wir sprechen über
193 Staaten, gibt es 91 Autoktratien, wobei auch
die Qualität und Stabilität von Demokratienen unter-
schiedlich zu bewerten ist.
Ausgerechnet die größte Demokratie auf Erden, die
USA, entpuppt sich als die schwächste überhaupt.
Ein US Präsident redet, handelt und agriert wie ein
lupenreiner Fachist, baut´demokratische Institutionen
ab und lehnt Rechtstaatlichkeit ab.
Er lügt, betrügt und zeigt sich von einer derart
korrupten Seite, die in China seit den Antikurruptions-
gesetzen das Ende bedeuten würde. Nichts hält ihn auf.
Und obwohl wir im Westen alles ablehnen, was die
US Administration repräsentiert, wird auch Deutschand
nicht müde, diesem Mann zu hoffieren.
Will sagen, eine Demokratie ist kein Freibrief.
Und gelernt haben wir Deutschen, dass unser Grund-
gesetz Teil unserer Werte und Identität ist und im
Vergleich das Beste, was man bekommen kann.
Das hat auch etwas damit zu tun, wie unsere bis-
herigen Budeskanzler bis 2015 Politik gemacht haben.
Würde ich heute einen „Oscar“ für den besten Bundes-
kanzler seit 1949 verleihen können, würde ich diesen
Oskar vorbehaltslos Helmut Schmidt überreichen.
Oscar für Wissen und Weitsicht
Oscar für Sachlichkeit und Vernunft
Oscar für Mut und Standhaftigkeit
Oscar für Menschlichkeit
Oscar für seine Weisheit
Oscar für seine unbestreitbare Erkenntnis, wer
hier für wen eigentlich da ist und wer wem dient.
Diese Prinzipien hat Frau Merkel 2015 aufgegeben.
Und selbst wenn sie sich durch humanistische
Gründe legitimiert sieht, hat sie sich faktisch über das
demokratische Prinzip der Mehrheitsent-
scheidungen hinweg gesetzt.
Seit 2015 werden die Deutschen nicht mehr gefragt.
Und wenn, ist es scheinbar egal geworden, was dabei
herauskommt.
Sich gegen diese Entscheidung auszusprechen,
wäre nur das Ergebnis einer einfachen mathe-
matischen Formel gewesen.
Wer Millionen von Menschen ins Land holt,
braucht freien Wohnraum, mehr Energie,
ärztliche Versorgung und Kindergärten, soziale
Betreuung, Integration und vor allem Kompetenz
und die Erfahrung im Umgang mit so etwas.
Haben wir nie gehabt. Stattdessen sehen wir
einer Kultur gegenüber, die unsere Sprache nicht
spricht vollständig anders sozialisiert ist, und keine
Schul- bzw. Berufsausbildung nachweist.
Man verhält sich erwartungsgemäß und nimmt
was man bekommt. Vielleicht auch ein bischen
mehr. Wer weiß, wie lange man es bekommt?
Kann man ja machen, solange die kritische Masse
nicht überschritten wird. Als Physikerin hätte
Frau Merkel wissen müssen, was passiert, wenn
die kritische Masse invasiv überschritten wird.
Es kommt zu einer nuklearen Kettenreaktion.
Wäre ich zu diesem Zeitpunkt nicht schon in
Shanghai gewesen, hätte ich es genauso an die
Bundesregierung adressiert.
Mit dem „Wir schaffen das“ ist das so eine Sache.
Wer übernimmt die Verantwortung, wenn nicht?
Politiker ziehen sich zurück und die Rechnung wird
einfach weiter gereicht.
Was folgt ist das totale Staatsversagen der
Folgeregierungen. Kein Plan, kein Konzept.
und keine Vision. Wir regieren von Freitag bis
Montag. Was in der Woche passiert, „müssen
wir uns dann anschauen.“ Zitatende Bärbel Baas
Als ich 2014 nach Shanghai gegangen bin, hatte
ich von einer AFD zwar gehört, wußte aber nicht viel.
Dafür kenne ich mich aus in der Geschichte der
Linken, der Günen, der APO und RAF. Alles life
und Farbe erlebt. Heißer Herbst.
Man sieht sich legitimiert zu morden, Terror zu
verbreiten und vor allem fordert man pauschal,
kompromisslos und mit Absoludität den Anspruch
auf die alleinige Wahrheit.
Hier beweisen Helmut Schmidt und H.D.Genscher
einmal mehr ihre besonderen Fähigkeiten und
warum sie in dieses Amt gehören.
Ich bin 2023 gerade mal 14 Tage nach 12 Jahren
zurück aus Shanghai in Köln. Während dieser
Zeit hatte ich keinen Kontakt nach Deutschland.
Ich habe von der Entwicklung nichts mitbekommen.
In China sind westliche Social Media gesperrt,
Ich maché also meinen ersten Sparziergang durch
Köln und reibe mir die Augen. Man spricht arabisch.
Kinder laufen nicht mehr, sondern werden getragen
oder in Fahrzeugkonstruktionen transportiert, die
man Lastenfahhrad nennt. Und ich lerne, die
Dinger koste mehr als ein Gebrauchtwagen.
Ich frage jemand, der ein ähnliches e-Bike
fährt, wie ich in Shanghai. Ich frage, was es kostet?
Knapp 3.000 €. Ich habe dafür 250 € bezahlt.
Viel spannender aber ist, wie die Leute reden.
Komplett benebelt, vernebelt. Es klingt nach einem
grün-ideologischen Umerziehungsprozess.
Ich treffe Akademiker und frage mich, was die
„rauchen“? Fühlt sich nach Radikalisierung an,
kompromisslos und aggressiv. Eine normale
und belanglose Plauderei wird zum Grundsatz-
gespräch.
Alles ist nebulös, ideologisch und so gar nicht
im Einklang mit Vernunft, Sachlichkeit und
Argumenten, wie ich es kenne.
Im Laufe der kommenden Wochen und Monate
lerne ich „Omas und Opas gegen rechts kennen“,
und die Gewalt auf unseren Straßen.
Noch glaube ich an unsere Demokratie, an
Pressefreiheit und ein Land, wie ich es 2014
verlassen habe. Aber das wird sich bis 2026
geändert haben. 2024 jedenfalls noch unvorstell-
bar.